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Fünf gute Gründe für eine vegane Ernährung

Gründe für eine vegane Erfnährung

Das Thema Veganismus ist mittlerweile in aller Munde. Immer mehr Cafés und Restaurants setzen auf die pflanzliche Küche und auch in vielen anderen Alltagssituationen kommen wir mit dem Thema in Berührung. Doch was spricht eigentlich für eine vegane Ernährung? Ich verrate dir fünf gute Gründe.

1. Vegan für die Gesundheit

Wer vegan lebt, lebt oftmals auch gesünder. Viele Studien belegen, dass Veganer und Veganerinnen seltener an den typischen Volkskrankheiten (z.B. Diabetes, Übergewicht und Herzerkrankungen) erkranken als Menschen, die häufig Fleisch, Eier und Co. konsumieren. Viele tierische Lebensmittel stehen ferner im Verdacht krebserregend zu sein – so beispielsweise Milch und rotes Fleisch. Andere wiederum sollen, Untersuchungen zur Folge, womöglich unsere Blutgefäße verstopfen, Schlaganfall begünstigen und unsere Lebenserwartung senken.

Zugegeben, auch unter Freunden der pflanzlichen Kost gibt es Menschen, die primär auf Süßigkeiten und Fast Food setzen – das sollte man ganz klar vermeiden. Eine ausgeglichene vegane Ernährungsweise jedoch erweist sich als gesund, tut unserem Körper, unserer Haut und nicht zuletzt unserem Geist gut und soll oben drauf auch noch unsere Lebenserwartung steigern. Sie gilt außerdem als effektives Mittel gegen Übergewicht.

Auch mit dem Vorurteil, als Veganer oder Veganerin nimmt man nicht genug Nährstoffe und Protein zu sich und leidet schnell an Mangelerscheinungen, konnte mittlerweile aufgeräumt werden. Das A und O ist eine ausgewogene Ernährung – wenn man ein bisschen darauf achtet, was man sich auf den Teller tut, kann eigentlich kaum was schief gehen. Das Einzige, was bei einer pflanzlichen Ernährung supplementiert werden muss, ist Vitamin B12. Aha! Das spricht doch eindeutig gegen eine rein pflanzliche Kost – mag sich der eine oder andere da nun denken. Dazu gehörte ich, zugegebenermaßen, auch ich ein gutes Weilchen – bis ich irgendwann aufgeklärt wurde: auch den Tieren, die irgendwann auf dem Teller landen, wird während der Mast Vitamin B12 zugeführt. Achso! Es ist also so oder so ein Supplement.

Und nochmal zu der immerzu beliebten These Fleisch wäre wichtig, um ausreichend Proteine zu sich zu nehmen und Muskelmasse aufzubauen. Da kann ich nur folgenden Namen in den Raum werfen: Patrik Baboumian. Schau dir den netten Herren mal an – er gilt als der stärkste Mann der Welt und nun pass auf: er ist Veganer. Genauso, wie viele andere Hochleistungssportler übrigens auch. Denn in der Tat kann auch die vegane Ernährung mehr als genug Proteine liefern.

2. Der Tiere zuliebe

Die natürliche Lebenserwartung einer Kuh beträgt rund 20 Jahre – die einer Milchkuh hingegen nur 5,5 Jahre, die eines Zuchtbullen rund 3 Jahre, ein Mast-Rind lebt gerade einmal  18 bis 24 Monate und ein Kalb 8 Monate. Bei anderen Masttieren sieht der Vergleich zwischen natürlicher Lebenserwartung und der Lebenserwartung bei Intesiv-Tierhaltung ähnlich aus.

Und dann sind da auch noch die Tiere, die schon kurz nach ihrer Geburt getötet werden, da sie als Abfallprodukt gelten und keinen Nutzen mehr haben. Viele Menschen wissen gar nicht, dass in Deutschland pro Jahr beispielweise rund 45 Millionen Eintagsküken (das sind 126.000 Küken pro Tag) geschreddert werden. Vor Kurzem las ich außerdem einen Artikel und habe erfahren, dass pro Jahr hierzulande rund 200.000 Kälber, teilweise mit illegalen Methoden, getötet und entsorgt werden. Der Grund: kranke Jungtiere sind zu wenig wert und ein Arzt zu teuer oder sie sind schlichtweg ein überschüssiges Produkt der Milchwirtschaft und nicht mehr zu gebrauchen. Das war mir noch neu und hat mich wieder einmal auf’s Neue erschrocken.

Neben der niedrigen Lebenserwartung sind auch die schlechten Bedingungen in Mastbetrieben eine Argument weniger tierische Nahrungsmittel zu konsumieren.  Vielleicht hast du ja auch schon mal Bilder aus solchen Massenbetrieben (aus denen leider der Großteil der tierischen Produkte, die wir so verzehren, kommen) gesehen. Ich für meinen Teil musste mir da eingestehen: schön ist was anderes. Tiere drängen sich dicht an dicht, stehen in ihren eigenen Exkrementen, bekommen schlechte Nahrung und verletzen sich selbst oder gegenseitig, weil sie hungrig sind und wahnsinnig werden. Tiere die zu Fleisch verarbeitet werden, müssen auf der Fahrt zum Schlachter außerdem oftmals mehrere Tage ohne Futter und Wasser aukommen, bevor schließlich die Schlachtung ansteht.

3. Nachhaltigkeit & Umwelt

Es sind jedoch nicht nur die Tiere, die unter dem übermäßigen Konsum von Fleisch, Milch und Co. leiden – auch für unseren Planeten hat dies schwerwiegende Folgen. Zu den Haupt-Futtermitteln der Massentierhaltung zählt beispielsweise Soja. Dieses, ebenso wie andere Futtermittel, wird in unglaublichen Mengen in Südamerika angebaut – immer mehr Regenwald, die grüne Lunge unseres Planeten, wird dafür gerodet. Und das, gerne auch unkontrolliert und illegal, was zu enormen und verheerenden Bränden führt. Da kommt einem natürlich schnell der Gedanke: Aber Tofu ist doch auch aus Soja! – So jedenfalls ging es mir vor einiger Zeit, doch auch da konnte ich bereits dazu lernen: Soja, welches für Tofu und ähnliche Produkte verwendet wird (was im Übrigen nur einen Bruchteil der weltweiten Sojaverwertung ausmacht), wächst auch hier wunderbar und kommt in der Regel aus Deutschland und Europa.

Weitere Folgen sind außerdem die Bedrohung für die Artenvielfalt auf unserem Planeten, Ressourcenverschwendung und die Belastung von Gewässern. Auch der Transport der Futtermittel ist nicht ohne, denn er bringt enorme Mengen an CO2-Emissionen, welches unserem Klima schadet, mit sich.

Apropos Ressourcenverschwendung und CO2 – wusstst du schon, welche Auswirkungen beispielsweise alleine ein Kilogramm Rindfleisch hat? Ich habe mal nachgeforscht: dafür werden rund 15.000 Liter Wasser benötigt. Und außerdem entstehen dadurch rund 22 Kilogramm CO2e (CO2 und Äquivalente, primär Lachgas und Methan, die noch schädlicher sind als CO2 selbst). Die Massentierhaltung gilt somit als eine der Haupt-CO2-Verursacher und hat schlimmere Auswirkungen als alle Fahrzeuge auf dieser Welt zusammen. Rund 37 Prozent der weltweiten CO2e Emissionen sollen direkt oder indirekt aus der agarindustriellen Tierhaltung kommen. Wer auf eine vegane Ernährung setzt, sagt somit also auch dem Klimawandel den Kampf an.

4. Für unsere Mitmenschen

Durch den großflächigen Anbau von Futtermitteln in Südamerika, ebenso wie in Afrika und anderen Teilen der Welt, sind Menschen immer wieder gezwungen ihre bisherige Heimat zu verlassen, damit auf deren Grund Felder errichtet werden können. Nicht selten handelt es sich dabei um indigene Völker und Menschen, die ohnehin schon in ärmlichen Verhältnissen leben. Und nicht nur das: oftmals werden durch den Futtermittel-Anbau und die damit verbundene Düngung Trinkwasser und Böden belastet. Viele Menschen verlieren auf diese Weise nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihre Existenzgrundlage.

Zum anderen verbraucht die Massentierhaltung und die Produktion von tierischen Lebensmitteln unglaublich viel Wasser und Futtermittel. Rund 60% des Getreides werden innerhalb der deutschen Landwirtschaft an Tiere verfüttert. Dabei steckt man jedoch viel mehr hinein, als man heraus bekommt: um ein Kilogramm Rindfleisch zu produzieren bedarf es umgerechnet zwischen 4 und 9,5 Kilogramm Getreide. Für mein Empfinden ist das eine ziemlich große und womöglich auch unnötige Minimierung von Lebensmitteln. Gerade wenn man bedenkt, wieviele Menschen auf der Welt an Hunger leiden.

5. Es macht Spaß & schmeckt

So, nun lasst und aber mal, last but not least, noch auf einen ganz wunderbaren Punkt eingehen. Was spricht noch für eine vegane Ernährung? Ganz einfach: sich vegan zu ernähren schmeckt und macht total Spaß. Denn, obwohl es gerne mal behauptet wird, ich kann dir sagen: vegan zu essen ist absolut nicht langweilig. Ganz im Gegenteil!

Als ich meine Ernährung umgestellt habe, habe ich überhaupt erst einmal entdeckt, was es alles für tolle vegane Lebensmittel es gibt und wie vielfältig die Alternativen zu tierischen Produkten sind. Veganismus findet seine Grenzen nämlich definitiv nicht bei Tofu und Salatkopf. Die pflanzliche Produktvielfalt ist in der Tat schier unendlich und ich ich sag’s dir: sich da mal ein bisschen herumzuprobieren, auszutesten, neue Rezepte nachzukochen oder selbst zu kreieren macht einfach Freude. Natürlich muss man sich auch erst einmal ein bisschen zurechtfinden und herausfinden, was es alles gibt – doch hat man das getan, sind den kulinarischen Bedürfnissen keine Limits mehr gesetzt. Versprochen!

Und was auch nach vielen Jahren der veganen und bewussten Ernährung immer noch schön ist: man lernt nie aus und es gibt immer und immer wieder Neues zu entdecken und zu erschmecken. Tofu aus Kichererbsen, Reismilchschokolade und Cashew-Jogurt sind nur ein paar Beispiele für meine liebsten Entdeckungen. Und hättest du zum Beispiel gedacht, dass sich auch Eis ganz wunderbar ohne tierische Zutaten herstellen lässt? Nein? Dann wirst du überrascht sein, wie viele Eisdielen bereits tierfreie Optionen anbieten. Bei IceDate ist sogar das gesamte Sortiment vegan. Und noch dazu verdammt lecker. Ich würde glatt behaupten: bei einer pflanzlichen Ernährungsweise ist alles möglich!

Vegane Ernährung – ein Fazit:

Es gibt viele gute Gründe unterschiedlichste Art, die für eine vegane Ernährung sprechen. Deswegen kann ich dir nur empfehlen: probier’s einfach mal aus. Versuch dich an einem neuen und rein pflanzlichen Rezept, schau in einem netten veganen Café vorbei oder kauf einfach mal ein paar neue vegane Zutaten und tüftel damit ein bisschen herum. Was hast du zu verlieren? Es ist leichter und so viel vielfältiger, als man zunächst denken mag. Und nicht zuletzt tust du dir, deiner Umwelt und dem Planeten etwas Gutes damit.