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Die Problematik mit Cashew Nüssen und worauf du achten solltest

Lasst uns über Cashews reden! Denn: die Nüsse schmecken einfach lecker, findest du nicht auch? Außerdem sind sie für Freunde der pflanzlichen Küche ein wahrer Segen, denn mit ihnen kann man vegane Alternativen zu Milch, Joghurt oder auch Sahne herstellen. Doch obwohl Cashews und Cashew-Produkte in unseren Vorratskammern keine Seltenheit mehr sind, wissen wir, als Verbraucher, gar nicht mal so viel über die feine Nuss. So zumindest empfinde ich es. Grund genug, sich einmal etwas genauer mit dem Thema auseinanderzusetzen. Denn: bei der Cashew-Produktion läuft nicht alles so ab, wie wir uns das wahrscheinlich wünschen würden. Warum das so ist und worauf IceDate deshalb ganz gezielt achtet – ich verrate es euch.

Kritik an Cashew Produktion

Ein Großteil der Cashewnüsse (56%), die weltweit auf dem Markt landen, werden in Afrika angebaut und geerntet. Verarbeitet hingegen wird dort nur ein Bruchteil. Rund 95% der Ernte wird nach Fernost, insbesondere Vietnam, transportiert und dort weiterverarbeitet. Der Grund: seit 1995 wurde dort eine immense Industrie zu eben diesem Zweck aufgebaut. Sie hinterließ viele afrikanische Produzenten mit schweren finanziellen Einbußen und wirtschaftlichen Schäden. Mittlerweile ist die Industrie in Vietnam so stark automatisiert und subventioniert, dass die Weiterverarbeitung dort deutlich billiger ist als in Afrika selbst. Rund die Hälfte aller Cashewnüsse, die bei uns über die Ladentheke gehen, werden deshalb dort verarbeitet. Allerdings stammt gerade einmal ein Viertel davon aus Vietnam selbst, der Rest wird importiert.

In Fernost angekommen werden die Nüsse getrocknet, geröstet und die giftige Nussschale durch Erhitzung im Wasserbad vom Kern gelöst. Dies oft unter schlechten Arbeitsbedingungen und mit einem Mangel an Sicherheitsstandards: zum einen können die ätzenden Stoffe der Schale, beim Knacken dieser, an die Hände der Arbeiter*innen geraten und für Verletzungen sorgen, zum anderen kann der giftige Dampf eingeatmet werden und zu Schleimhautentzündungen führen.

Schlechte Arbeitsbedinungen, wirtschaftliche Konzentration & CO2 enorme Emissionen

Doch nicht nur die schlechten Arbeitsbedingungen sind eine Kritik an der Cashew-Produktion. Auch die wirtschaftliche Konzentration auf den fernöstlichen Raum steht in der Kritik. Die Weiterverarbeitung der Cashews im Anbauland selbst würde dort nicht nur für Arbeitsplätze sorgen, sondern auch die Wirtschaft ankurbeln. Durch die riesige vietnamesische Verarbeitungsindustrie jedoch, wurden große (finanzielle) Hürden zur Erreichung dessen gelegt.

Auch der Umweltaspekt lässt sich nicht leugnen. Da die Cashews unverarbeitet, mitsamt Schale, von Afrika nach Vietnam transportiert werden, sind die anfälligen CO2 Emissionen enorm. Denn: in dieser Form sind die Nüsse rund 5 Mal schwerer als fertig verarbeitet – das heiß, sie benötigen deutlich mehr Energie, um diese Strecke zurückzulegen.

Von Vietnam werden die Nüsse dann oftmals weiter in die Schweiz transportiert, wo sie verpackt, vertrieben und an unsere Supermärkte verteilt werden. So ist der Transportweg auch insgesamt, bis zu uns, als Endkonsument, nicht gerade ein kurzer.

Selbst Fairtrade- und Bio-Siegel sind kein Garant

Leider ist selbst das Fairtrade- und das Biosiegel kein Garant dafür, dass die Nuss unter optimalen und möglichst nachhaltigen Bedingungen hergestellt wurde. Die Vergabe der Siegel, sowie die Kontrolle der Produzenten, wird oftmals als zu lasch kritisiert. So wird von Umweltorganisationen bemängelt, dass selbst bei Fairtrade-Nüssen falsche Herkunftsangaben gemacht werden und Produzenten aufgenommen werden, die für Umweltskandale mitverantwortlich sind.

Cashews bei IceDate

Auch bei IceDate werden teilweise Cashews genutzt, um das leckere Eis herzustellen. Da sich IceDate klar für mehr Umweltfreundlichkeit, ebenso wie fairen und sozialen Handel positioniert, wird bei der Auswahl der Cashews besonders Acht gegeben.

Die IceDate-Cashews werden von der Firma Nuts2 bezogen, sind mit dem Fairtrade-Siegel geprägt und stammen allesamt aus Burkina Faso. Doch nicht nur das: sie werden auch zu 100% dort verarbeitet und verpackt. Der gesamte Herstellungsprozess bleibt somit in den Landesgrenzen, schafft dort Arbeitsplätze, trägt zur florierenden Wirtschaft bei und spart sich die Umwege über Vietnam und die Schweiz (und somit auch jede Menge CO2 Emissionen). Das Unternehmen wird vom holländischen Außenministerium gefördert und unterstützt ferner den Ausbau von Schulen und anderen sozialen Einrichtungen auf dem Kontinent.

Nuts2 setzt sich für Fairness, Sicherheit und soziale Aspekte ein

Durch die faire Entlohnung der Bauern sowie Trainingsprogramme und einen sicheren Arbeitsablauf in eigenen Verarbeitungseinrichtungen will Nuts2 die Nüsse als Chance wahrnehmen, um gegen die Armut und soziale Instabilität in Afrika anzukämpfen. 2018 zählte Nuts2 in ihren Fabriken in Afrika bereits 1540 Arbeiter*innen, die durch die Anstellung ihre Familien ernähren können. Da sich Nuts2 auch für Frauenrechte stark macht, sind rund 80% der Angestellten weiblich.

Wenn du einmal sehen willst, wie Nuts2 arbeitet und wie Cashews geknackt werden, dann schau dir doch einfach mal dieses Video an:

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Was du tun kannst

Du fragst dich, was du nun zukünftig beim Cashew naschen besser machen kannst? Ganz einfach – mach es wie IceDate: achte auf das Bio- und Fairtrade-Siegel aber informiere dich vor dem Kauf zusätzlich ganz genau darüber, wo die Nüsse herkommen, wo und wie sie verarbeitet werden und wie das Unternehmen, von dem du sie kauft, grundsätzlich arbeitet. Natürlich musst du dann für deine Nüsse ein bisschen tiefer in die Tasche greifen als für konventionelle Ware, dafür tust du aber auch ziemlich viel Gutes – sowohl für die Umwelt, also auch für fairen und sozialen Handel.

Noch mehr spannendes rund um die Cashewnuss

Ich hoffe, dass du, ganz genau wie ich, durch den Artikel ein bisschen was dazu lernen konntest. Bei der Recherche bin ich übrigens auch noch auf einige andere spannende Fakten rund um die Cashewnuss gestoßen. Da dich das Ganze vielleicht ja auch interessiert, will ich dir auch diese Infos nicht vorenthalten.

Wusstest du schon…

…dass die Cashewnuss gar keine Nuss ist? Sie wächst am bis zu 15 Meter hohen Cashew Baum und bildet den Kern der daran wachsenden Frucht – einem dicken, rötlichen Cashewapfel. Anders als bei allen anderen Früchten dieser Welt, wächst der Samen nicht im Innenraum der Frucht, sondern am unteren Ende nach außen hin. Aus botanischer Sicht gehört die Cashewnuss, in welcher sich wiederum der Cashewkern (das was wir so gerne naschen) befindet, somit zum Steinobst – wie beispielsweise auch Aprikosen, Kirschen oder Pflaumen.

 

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…das Cashews super gesund sind? Sie enthalten viel hochwertiges Pflanzenprotein, B-Vitamine und (mehrfach) ungesättigte Fettsäuren. Außerdem beinhalten sie große Mengen Magnesium und Phosphor, welche beispielsweise wichtig für unsere Muskeln, Nerven und Knochen sind. Aus dem in der Chashewnuss enthaltene Tryptophan bildet unser Körper zudem das Glückshormon Serotonin – so sorgt die kleine Nuss doch glatt auch noch für unsere gute Laune.

…wo Cashews überall wachsen? Cashew-Bäume finden wir auf der ganzen Welt. Besonders in Afrika (z.B. an der Elefenbeinküste, Benin, Guinea-Bissau oder eben Burkina Faso) und Asien (z.B. Indien, Vietnam, Indonesien) aber auch auf dem südamerikanischen Kontinent, beispielsweise in Brasilien.

…wo der größte Cashew-Baum der Welt steht? Der steht in der Stadt Parnamirim im Bundeststaat Rio Grande do Norte in Brasilien. Durch eine genetische Anomalie wächst dieser Cashew-Baum nicht nach oben, sondern zur Seite und bildet aus seinen Ästen somit immer wieder neue Stämme. Mittlerweile hat der Baum einen Umfang von 500 Metern, sein Alter wird auf circa 110-115 Jahre geschätzt.